Beim größten Schachturnier Österreichs im Jahr 2026, dem International Chess Open Graz, war auch der SC Pernegg vertreten. Norbert im A-Turnier und ich im B-Turnier waren ursprünglich vorangemeldet, doch leider musste Norbert krankheitsbedingt noch vor Turnierbeginn absagen. Somit ging ich als Einzelkämpfer im B-Turnier an den Start.
In der ersten Runde spielte ich mit Schwarz gegen einen starken Gegner aus Kasachstan. In einem komplizierten, jedoch stets ausgeglichenen Endspiel einigten wir uns schließlich auf Remis. Am Sonntag stand eine Doppelrunde auf dem Programm: In der zweiten Runde am Vormittag traf ich auf einen jungen lettischen Nachwuchsspieler. Mit Weiß stellte ich eine Eröffnungsfalle, in die mein Gegner tappte. Ich erreichte eine Gewinnstellung und konnte die Partie im Mittelspiel mit einer schönen taktischen Wendung für mich entscheiden.

Am Nachmittag (dritte Runde) spielte ich erneut mit Weiß, diesmal gegen einen „Candidate Master“ aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Mein Plan war es, in ein ausgeglichenes Endspiel zu vereinfachen, was jedoch nicht wie erhofft gelang. Mein Gegner nutzte seinen kleinen Vorteil sehr präzise aus, und nach über 70 Zügen musste ich mich geschlagen geben.
In der vierten Runde bekam ich es mit einem etwas stärkeren österreichischen Spieler zu tun. Mit den schwarzen Steinen wählte ich eine scharfe Eröffnung und konnte mir einen leichten Vorteil erarbeiten. Trotz Zeitnot gelang es mir einen konkreten Plan umzusetzen und einen Mattangriff mit Springeropfer aufzubauen – mein Gegner musste die Partie aufgeben.
Der Dienstag brachte den zweiten Doppelrundentag. In der fünften Runde spielte ich mit Weiß gegen einen in etwa ebenbürtigen Gegner aus Deutschland. Leider kam ich nicht gut aus der Eröffnung, und mein Kontrahent entwickelte starken Angriff gegen meinen exponierten König. Zwar konnte ich die Stellung noch in ein weiterhin verlorenes Endspiel retten, doch mein Gegner hatte zuvor bereits die Möglichkeit, mit einem Turmopfer alles klarzumachen. Am Ende reichte es dennoch nicht, und ich musste aufgeben.
Bereits nach dieser Partie fühlte ich mich gesundheitlich nicht mehr ganz fit. Am Abend (sechste Runde) trat ich mit Schwarz gegen eine starke israelische Nachwuchsspielerin an und musste mich nach etwas mehr als zwei Stunden erneut geschlagen geben.
Nach dieser Runde war ich schließlich gezwungen, das Turnier krankheitsbedingt vorzeitig zu beenden. Auch wenn mein Einsatz verkürzt war, war das Graz Open ein großartiges Turnier: Die Atmosphäre war hervorragend, und ich konnte viele spannende Partien gegen internationale Gegner bestreiten.
Hier geht’s zu den Ergebnissen: Ergebnisse International Chess Open Graz 2026 – B-Turnier